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Haarwäsche mit Seife: Neues Leben für das Haar

Der Umstieg auf das Haarewaschen mit Seife erfordert etwas Geduld, aber es lohnt sich auf jeden Fall, auf chemiefreie Haarpflege umzusteigen. Nutzer berichten von verschiedenen positiven Effekten, wie zum Beispiel der Rückkehr der natürlichen Struktur des Haares, stärkerem Haarwachstum, und der Stärkung der Haare. Es gibt sogar Berichte von Menschen, bei denen nach dem Wechsel zu Seife die früheren Wellen in ihr Haar zurückkehrten.

Je nach den enthaltenen Inhaltsstoffen können verschiedene Effekte erwartet werden, wie zum Beispiel die Milderung oder sogar das Verschwinden von Haarausfall und Schuppen, die Stärkung von feinem, schwachem Haar oder auch die Eignung für fettiges Haar. Kurz gesagt: Volles, glänzendes, starkes Haar ist zu erwarten, wenn man natürliche Shampoo-Seifen regelmäßig verwendet.

Je nach den individuellen Gegebenheiten kann es 1-2 Monate dauern, bis das Haar sich an die Seife gewöhnt hat, was verständlich ist, da es, wenn jemand jahrelang chemische Produkte verwendet hat, etwas Zeit braucht, um sich umzustellen. Zudem wird das Haar anstelle der gewohnten pH-neutralen Produkte auf ein alkalisches Milieu treffen. Diese Übergangszeit muss mit Geduld abgewartet werden, aber es kommt auch vor, dass das Haar die Seife sofort gut verträgt. Das Haarewaschen mit Seife ist keine Kur, sondern sollte dauerhaft zur chemiefreien Lösung werden, wenn das Haar es einmal angenommen hat und es mag. Man sollte auch wissen, dass es bestimmte Haarprobleme gibt, wie zum Beispiel Haarausfall, die als Symptome anderer Erkrankungen auftreten können. Dazu gehören eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse, Eisenmangelanämie, hormonelle Veränderungen bei Frauen in den Wechseljahren, der männliche Haarausfall, der meist genetisch bedingt ist, und mögliche Nebenwirkungen von bestimmten Medikamenten. Die Ursache für signifikanten Haarausfall sollte auf jeden Fall mit einem Arzt abgeklärt werden!

Woraus werden Shampoo-Seifen hergestellt?

Gute handgemachte Haarwaschseifen werden aus natürlichen Ölen und Buttern hergestellt, enthalten reine ätherische Öle und keine petrochemischen Derivate oder andere gesundheitsschädliche kosmetische Inhaltsstoffe. Oft finden sich in ihnen auch wertvolle Zusatzstoffe (wie Schlamm, Honig, Kräuter), die darauf abzielen, verschiedene Haarprobleme zu lindern. Der pH-Wert der Seife ist alkalisch, was die Haarstruktur öffnet und somit eine gründliche Reinigung ermöglicht. Nach der Haarwäsche sorgt eine Spülung mit Essig oder Zitronensaft für Glanz und schließt gleichzeitig die Oberfläche der Haarschuppen.

Der wichtigste Inhaltsstoff in Shampoo-Seifen ist Kokosbutter, die das Haar pflegt und gleichzeitig reichhaltig schäumt. Der Schaum wird zusätzlich durch Rizinusöl verstärkt, und wie jeder weiß, hat eine Rizinusöl-Haarpackung eine erstaunliche Wirkung auf das Haarwachstum und macht es weich. Olivenöl oder Sheabutter sind wichtige Zutaten für die Hydratation des Haares. Häufige Zutaten sind auch Walnussöl oder Leinsamenöl.

Wozu sind die Zusatzstoffe gut?

Die verschiedenen Inhaltsstoffe, die in Shampoo-Seifen enthalten sind, können helfen, bestimmte Haarprobleme zu lösen und unangenehme Symptome zu lindern. Im Folgenden listen wir die am häufigsten verwendeten auf.

Tonerden: Gelbe und grüne Tonerden schützen die natürliche Schutzschicht des Haares, entfernen Schmutz und überschüssiges Fett und normalisieren die Talgproduktion.

Totes Meer Schlamm: Tut den Haarwurzeln gut, stärkt die Haarfollikel, reduziert Haarausfall, nährt die Kopfhaut mit besonderen Mineralien und Salzen und hat eine wohltuende Wirkung auf eine schuppige Kopfhaut.

Brennnesselblätter: Fördern die Blutzirkulation der Kopfhaut, reduzieren die Fettigkeit und Schuppenbildung des Haares.

Rosmarin, Salbei: Frischen die Kopfhaut auf und verhindern Haarausfall.

Honig: Hydratisiert trockenes Haar, macht es glänzend und hat antibakterielle Eigenschaften.

Ziegenmilch: Gut für die Konditionierung von trockenem Haar.

Ei: Eigelb reinigt alleine und macht trockenes, raues Haar weich. Es ist auch hervorragend für Haarmasken.

Bier: Der Hopfen im Bier beruhigt die Haut, regt das Haarwachstum an, gibt dem Haar Halt, macht es glänzender und leichter kämmbar.

Kaffee: Koffein fördert die Blutzirkulation der Kopfhaut und stärkt die Haarfollikel.

Welche ätherischen Öle sind in Shampoo-Seifen enthalten?

Zuerst sollten wir zwischen ätherischen Ölen und Duftölen unterscheiden. Kurz gesagt: Ätherische Öle werden durch verschiedene Verfahren aus Pflanzen gewonnen und können zu therapeutischen Zwecken verwendet werden, während Duftöle – die einen intensiveren Duft haben – synthetisch hergestellt werden und nicht für therapeutische Zwecke geeignet sind. Hersteller geben diesen Unterschied auf der Verpackung an, achten wir darauf, dass wir reines ätherisches Öl wählen.

Die beliebtesten ätherischen Öle und ihre Wirkungen auf das Haar:

  • Für fettiges Haar: Zitrone, Lavendel, Rosmarin, Zypresse, Bergamot, Pfefferminze
  • Für schuppige, juckende Kopfhaut: Teebaum, Lavendel, Eukalyptus
  • Für trockenes Haar: Ylang-Ylang, Eukalyptus, Geranie, Rosmarin, Rosenholz
  • Gegen Haarausfall: Rosmarin, Salbei, Zeder, Wacholder, Kamille, Lavendel

Menschen mit hohem Blutdruck sollten kein Rosmarin ätherisches Öl verwenden, und schwangere Frauen sollten Pfefferminze, Kampfer und Eukalyptus meiden.

Wie wäscht man sich die Haare mit Seife?

Das Wichtigste nach dem Haarewaschen mit Seife ist das gründliche Ausspülen mit sauberem Wasser, damit die Seifenreste vollständig von der Haaroberfläche entfernt werden.

  • Reibe das nasse Haar mit der Shampoo-Seife ein, es wird hervorragend schäumen.
  • Spüle es mehrmals aus, damit alle Seifenreste entfernt werden.
  • Nachdem dein Haar komplett sauber ist, folgt die Spülung mit Zitronen- oder Essigwasser. Das empfohlene Verhältnis für 1 Liter Spülwasser ist: 1 Teil Zitronensaft oder Essig, 2 oder 3 Teile lauwarmes Wasser. Finde heraus, welches Verhältnis für dich ideal ist.
  • Nach der Verwendung der Seife kannst du ruhig deinen gewohnten Haarbalsam verwenden, er wird die wohltuenden Effekte der Shampoo-Seife nicht ’neutralisieren‘. Sobald der Balsam im Haar ist, kämme es mit einem Kamm mit seltenen Zähnen durch und spüle den Balsam anschließend mit sauberem Wasser aus.
  • Trockne dein Haar möglichst ohne Haartrockner oder mit einem Haartrockner, der nicht auf warme Luft eingestellt ist.

Das Ergebnis wird weiches, seidiges Haar sein. Färbtes Haar wird durch die Seife nicht beschädigt und verliert nicht an Farbe. Auch Kinderhaare können damit gewaschen werden, jedoch sollte darauf geachtet werden, dass die Seife nicht ins Auge gelangt, da sie sticht. Egal mit welchem Produkt du dir die Haare wäschst, tue es nicht jeden Tag, da es der Haarstruktur nicht gut tut.

Ölige Haarkuren: Die Kraft des Haares kehrt zurück.

Es ist empfehlenswert, diese einfachen Haarkuren einmal oder zweimal pro Woche zu machen. Je nach Schwere des Problems zeigen sich die wirklich erstaunlichen Ergebnisse oft schon nach 3-4 Wochen. Arganöl, Rizinusöl (dieses sollte nicht allein verwendet werden, da es extrem schwer aus dem Haar herauszukriegen ist, daher verwenden wir es meist als Teil einer Ölmischung), Leinsamenöl, Kokosöl und Reiskleieöl sind alles Freunde des Haares. Egal, ob dein Haar fettig oder trocken ist, Ölhaarkuren können dank ihrer Wirkstoffe bei jedem Haartyp helfen.

Wie benutzt man es?

Trage das Öl etwa 30 Minuten vor der Haarwäsche mit sanften Bewegungen auf das Haar auf, möglichst nahe an den Haarwurzeln. Wickle dein Haar in ein Handtuch und nach 30 Minuten kannst du mit dem Waschen beginnen. Am besten ist es, wenn das Öl über Nacht vor der Haarwäsche auf dem Kopf bleibt. Verwende nur so viel Öl, wie das Haar aufnehmen kann, es sollte nicht darin schwimmen! Wenn das Öl vom Haar aufgenommen wurde, musst du nicht mit einem Handtuch schlafen, es reicht, das Öl auf das Kissen zu legen.

Haarmaske für schuppiges, juckendes Haar

Schuppiges Haar kann fettig oder trocken sein, juckt unangenehm, Haarausfall tritt häufig auf, das Haar ist unflexibel, glanzlos und matt.

Haarmaske mit Schlamm aus dem Toten Meer

– 1/2 oder 1 Esslöffel (abhängig von der Haarlänge) Schlamm aus dem Toten Meer

– So viel Arganöl-Haarmaske oder Rizinusöl-Haarmaske, dass du eine angenehme, dickflüssige Masse wie Sauerrahm vermengen kannst.

– 1-2 Tropfen Teebaumöl

Trage die Mischung auf dein Haar auf, möglichst nahe an den Haarwurzeln. Wickele das Haar in Folie und lege ein Handtuch darüber. Nach 30 Minuten spüle es gründlich mit lauwarmem Wasser aus, danach kannst du die Haare wie gewohnt waschen. Verwende den Schlamm nicht auf verletzter oder gereizter Kopfhaut!

Es gibt auch solche Fälle: Allergie gegen den Schlamm, führe vor der Anwendung einen Hauttest durch!

Autor: Tünde Nagy